die kritiken
COR - Herztier 2010 (Plattenkritik)
vom 22. November 2010
Auf den aktuellen Shirts von COR ist „Dem Mainstream ein Kontra“ zu lesen. Die Band um Shouter Friedemann zieht diesen Ansatz seit Jahren konsequent durch und gibt sich auch auf ihrer siebten Langrille unangepasst, bissig und rücksichtslos. ,Was mich treibt, ist die Sehnsucht nach Freiheit‘ heißt es im Opener und auch ,Wenn du genauso fühlst, wenn du genauso lebst, dann sind wir von einer Art‘. Schnell ist klar, warum die Rügener so wütend sind und was ihr „Herztier“ auf den Plan ruft. Die Musiker blicken mit kritischen Augen auf sich selbst, in ihren Freundes- und Bekanntenkreis und in die Gesellschaft. „Seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere“ war nicht nur der Titel der letzten Platte, sondern auch das Fazit, das COR Anfang 2009 zogen. Seither ist die Welt kein wesentlich besserer Ort geworden. Da das Wetter und der Umgangston an der Küste rauer sind, hört man auf „Herztier“ unbequeme Wahrheiten, die in einen schroffen, plakativen Sound verpackt sind. Die DIY-Kombo spielt sich ruppig und noch einmal härter durch einen ungestümen Mix aus Punk, Old School-Hardcore und Thrash Metal und geht keine Kompromisse ein. COR fackeln nicht lange, sondern sprechen von Beginn an klar und direkt aus, was ihnen auf der Seele liegt. Die Songs des siebten Werkes sind als Appell zu verstehen, an seinen Träumen festzuhalten und seine Leidenschaften auszuleben – das eigene „Herztier“ zu pflegen.
Rating: 9 / 10
Quelle: music-scan.de by Arne
Music Scan: Herztier (Interview)
vom 22. November 2010
An der Küste sind das Wetter und der Umgangston mitunter rau. Nicht selten hört man unbequeme Wahrheiten. Auch COR fackeln nicht lange, sondern sprechen klar und direkt aus, was ihnen auf der Seele liegt. [...]
Quelle: music-scan.de by Arne
Legacy: 11/10 Herztier 2010 (Artikel)
vom 19. November 2010
Quelle: Legacy by Harald Deschler
Terrorizer: South of Mainstream Review
vom 19. November 2010
Quelle: Terrorizer Magazine #203 by Jose Carlos Santos
COR - Herztier 2010 (Plattenkritik)
vom 15. November 2010
Die wichtigste deutschsprachige Punkband seit Slime, ist mit einem neuen Album zurück! COR sind im Gitarrenbereich noch einmal ein bisschen Metallastiger geworden (als Hörprobe sei „Heilig“ genannt), haben aber nichts von ihrer Bissig- und Kompromisslosigkeit eingebüßt. Kein Fußbreit dem Mainstream!
EMP Redaktion:
Nun, die geneigte Leserschaft dieses Heftes kennt womöglich meine (überschwängliche) Meinung zu Cor bereits. Ich hielt sie für die "wichtigste deutschsprachige Punkband seit Slime" (was die bescheidenen Musiker von Cor vielleicht sogar peinlich berührt haben könnte). An dieser Meinung ändert sich auch nach der neuen CD "Herztier" nichts. Das Album, das aus 13 rasanten Stücken besteht, kickt mit dem Titelsong "Herztier" gebührend off. Eine klasse Nummer, sehr druckvoll produziert. Das messerscharfe, metallische Gitarrenriff hätte auch von der ersten oder zweiten Metallica stammen können und trifft voll ins Schwarze. Friedemanns Texte hingegen sind weiterhin zu 100% Punk (ohne indes plakativ oder flach daherzukommen). Fazit: Für meine Ohren sind Cor im Gitarrenbereich noch einmal ein bisschen Metallastiger geworden (als Hörprobe sei "Heilig" genannt), haben aber nichts von ihrer Bissig- und Kompromisslosigkeit eingebüßt. Auch 2010 heißt es für Cor immer noch: Kein Fußbreit dem Mainstream!
Quelle: emp.de by Matthias Mader








